Erklärbarkeit ist mehr als ein Diagramm. Nützlich wird sie, wenn Klinikerinnen konkrete Einflussfaktoren sehen, Schwellen anpassen und alternative Gründe prüfen können. So wird jede Empfehlung dialogfähig: bestätigbar, verwerfbar oder ergänzbar. Das stärkt Urteilskraft und vermeidet die gefährliche Versuchung, Hinweise blind zu befolgen.
Datensätze spiegeln Versorgungsrealität – inklusive Ungleichheiten. Regelmäßige Audits, vielfältige Trainingsdaten, klinische Plausibilitätsprüfungen und Rückmeldungen aus der Praxis reduzieren Verzerrungen. Wichtig ist, sichtbar zu messen, wem die Empfehlungen nützen, wem sie schaden könnten, und wie Verbesserungen fair über unterschiedliche Altersgruppen, Sprachen und Morbiditäten verteilt werden.